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Autor Thema: Oje... Überholung des KS 50 Motors  (Gelesen 38534 mal)
KS 50 watercooled
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« am: Oktober 03, 2006, 04:35:48 »

Hallo!

Habe mir heute mal die Arbeit gemacht und den Motor meiner KS 50 Bj.80 ausgebaut! Da ich diesen bisher noch nicht zerlegt habe und die KS 50 eh erst 13 000 km auf dem Tachon hat, war ich neugierig, wie das innere aussah und ob sich der Verschleiß in grenzen hielt. Mag diesen Motor dieses Jahr noch generalüberholen samt neuem/gebrauchten vom Marco vermessenen Zylinder incl. passendem Mahle Kolben sowie einer neuen unten geführten Kurbelwelle. Ziehkeil sowie Kupplung hatte ich bereits schon vor 2 Jahren gewechselt.

Naja.. also der Motor raus Zylinderkopf abgeschraubt und nachdem ich den Zylinder abgezogen habe, sah ich erst, was der Vorbesitzer (gerade 18 Jahre geworden) versucht hat, anzurichten.. an den Überstromkanälen sieht es so aus, als ob jemand versucht hat zu feilen. Der Kolben sowie der Zylinder haben im Einlaßbereich auch kleine Riefen. Mir ist schon vorher aufgefallen, dass der Vorbesitzer an dem Motor sowie am Moped selber Handangelegt hat und zum Teil gepfuscht worden war. Bin jetzt dabei, diese Murkserei auszubügeln und stelle mal ein paar Fotos dazu rein! Möchte die KS bis zum Frühjahr wieder schön aufbereiten.
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M-C
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« Antworten #1 am: Oktober 03, 2006, 07:13:14 »

Ja, so war das früher auch schon. Die Moppeds, die von Hand frisiert und gedremelt worden sind, waren immer am schnellsten - und zwar am schnellsten kaputt.

Hoffentlich kannst Du noch einiges retten. Viel Erfolg!
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Marco W.
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« Antworten #2 am: Oktober 03, 2006, 08:02:02 »

Na da warten wir mal gespannt auf die Bilder........ :shock:
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Werner-KS
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« Antworten #3 am: Oktober 03, 2006, 08:20:28 »

Hoffentlich reicht das Sparschwein...... Aus eigener Erfahrung weiß ich leider nur zugut das 95% der Vorbesitzer besser die Finger aus den Motoren gelassen hätten.

Gruß Werner
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KS 50 watercooled
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« Antworten #4 am: Oktober 03, 2006, 09:08:59 »

Danke für Eure Anteilnahme! Ich war bisher auch der Ansicht, dass meine KS 50 noch eine der wenigen Zündapps sind, bei der ich dachte, dass ich diese unverbastelt gekauft habe! Der Vorbesitzer wie erwähnt, war damals 16 Jahre alt, als er Sie von einem älteren Herrn gekauft hat und da stand Sie bis dato sogar im Wohnzimmer und hatte viell. 1000 km auf dem Tacho, bevor der junge Spunt die gefahren hat und 2 Jahre später wg. dem Autoführerschein an mich verkaufte. Leider konte ich in den Motor nicht hineinsehen, als ich Sie erwarb! Ansonsten stand das Ding ja da, wie fast neu! Naja, mir kam das vorher schon so spanisch vor, da im Bereich der Schwinge der Lack so aussah, als ob da jemand gepinselt hat, was aber auf dem ersten Blick nicht auffiel! Stutzig wurde ich erst vor 2 Jahren, als ich die Kupplung wechseln wollte, weil diese nicht mehr richtig trennte und als ich dann die Kupplungslamellen aus Stahl in der Hand hatte und Marco um Rat gefragt hatte. Sagte dieser mir, dass für die KS 50 nie stahllamellen verwendet wurden und da bekam ich zweifel an den jungfräulichen Motor, der sich jetzt anscheinend bestätigt.

Ich habe mir vorhin einmal den bisher verbauten Kolben angesehen und war einwenig erstaunt, da dieser im Einlassbereich am unteren Kolbenhemd einen leichten Bogenförmigen Ausschnitt hat. Die Beschriftung auf dem Kolbenboden ist auch anders, als bisherige Mahle Kolben, wie ich Sie kenne. War eigentlich bei allen Mahlekolben eine Beschriftung auf der Innenseite? Dieser hat nur Nummern drin, nicht aber einen Mahle Aufdruck, wie ich ihn kenne! Zudem merkte ich auch, dass die Kühlerbügel einmal demontiert wurden sind und weil der Sprößling anscheind die Schrauben bei der wiedermontage nicht mehr wiederfand, verwendete er auf einer Seite im Bereich des Motors eine Imbusschraube!

Werde jetzt dann mal loslegen und die KS samt Motor wieder in Originalzustand bringen.

@Marco: Hast meine PN bekommen?
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Marco W.
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« Antworten #5 am: Oktober 04, 2006, 08:02:34 »

Mal zur Info für alle Interessierten. Zündapp hat seine Motoren ab Werk mit einem gelb-braunen Siegellack auf der Schaltglocke und der Polradmutter versehen. Wenn der noch drauf ist, war der Motor auch noch nicht auf !

Gruß Marco
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« Antworten #6 am: Oktober 10, 2006, 07:52:42 »

So, habe nun die letzen Tage damit verbracht, meine KS zu zerlegen und anbei Fotos angehängt.
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« Antworten #7 am: Oktober 10, 2006, 07:56:44 »

Wo der Vorgänger die roten Federbeine hergehabt hat, bleibt mir ein Rätsel! Generell, wurde vorher schon mit roter Grundierung gearbeitet, was bestimmt auch nicht original war.

Anbei nun den verbaute Kolben. Merkwürdig, da er anders als ein Mahle Kolben auf dem Kolbenboden auch Bezeichnungen über die Größe in Zahlen, wie auch das Laufspiel hat.
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« Antworten #8 am: Oktober 10, 2006, 07:58:25 »

Hier nun der verbaute, wie auch ein original Mahle Kolben nebeneinander!
Klar zu erkennen, der Ausschnitt am unteren Kolbenhemd, den der Mahlekolben nicht hat
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« Antworten #9 am: Oktober 10, 2006, 08:01:04 »

Hier der Zylinderkopf! An den Außenkanten von der inneren Dichtfläche einwenig angefressen. Wie Marco mir mitteilte, lag dies wahrscheinlich an dem damaligen Kühlerfrostschutzmittel
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« Antworten #10 am: Oktober 10, 2006, 08:05:21 »

Ein Stehbolzen war soweit angerostet, dass das Gewinde am unteren Stück im Motorgehäuse hängen blieb trotz einem halben Liter Rostlöser. Wie das passierte kann ich mir auch nicht erklären.Kann man dieses M7 Gewinde eigentlich im Gehäuse nachschneiden?
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« Antworten #11 am: Oktober 10, 2006, 08:08:42 »

Wie ihr seht, kann ich mich nun über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen! Eigentlich wollte ich nur eine Generalüberholung am motor machen, aber nachdem ich diesen ausgebaut habe und den Rest mal genauer unter die Lupe genommen habe, werde ich wohl jetzt eine Vollrestauration machen müssen! - Was meinen Bankberater sicherlich weniger freut Wink
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Werner-KS
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« Antworten #12 am: Oktober 10, 2006, 08:28:24 »

Eigentlich die normale Ernüchterung beim öffnen seiner Zündapp. Alte Maschine - viele Jahre Zeit zum vermurksen!

Gruß Werner
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Ewald

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« Antworten #13 am: Oktober 10, 2006, 09:32:34 »

Beim demontieren von Stehbolzen unbedingt das Motorgehäuse kräftig mit der Heißluftpistole anwärmen und anschließend den zu demontierenden Stegbolzen mit Metaflux "70-05" Torsions-Spray abkühlen. Dieses Zeug bewikt eine Kältschrumpfung und hat hervorragegende Kriecheigenschaften!

PS: Auf diese Art demontierte ich auch schon öfter abgerissene Bremsentlüftungsnippel mit kleinen Linksgewindebohrern, an stark oxydierten Bremssatteln!
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« Antworten #14 am: Oktober 11, 2006, 07:32:33 »

Hallo Ewald,
die Erhitzung mittels Heißluftpistole hätte ich auch vorgeschlagen. Den Einsatz des Kältesprays kannte ich noch nicht - werde ich aber demnächst ausprobieren. Denn man hat ja immer wieder diese schönen Überraschungen. Wo bekommt man dieses Zeug?
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